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Hygiene im Piercingstudio

Hygiene im Piercingstudio

Wer sich um die Hygiene in einem Piercingstudio Gedanken macht, sollte auch erst einmal wissen was Desinfizieren und Sterilisieren ist. Gerade beim Piercen ist die lückenlose Hygienekette mehr als wichtig. Ein gutes Piercingstudio arbeitet mit dem Gesundheitsamt eng zusammen und wird von diesem natürlich auch in regelmäßigen Abständen kontrolliert.

Nun aber erst einmal zu den beiden genannten Begriffen. Wenn man eine Infektion verhindern möchte, muss der Gegenstand in einem Zustand versetzt werden, wo er eben keine Infektion verbreiten kann. Man muss ihn desinfizieren! Dies bedeutet, die Erreger übertragbarer Krankheiten werden abgetötet oder inaktiviert. So besteht keine Infektionsgefahr! Tun muss man dies bei allen Gegenständen, die mit Krankheitserregern infiziert sein könnten. Dazu zählen aber in dem Piercingstudio auch die Hände und die Oberflächen der Stühle.

Beim Sterilisieren hingegen werden alle Mikroorganismen abgetötet. Dies sind Viren, Bakterien, Sporen und mehr. Die Sterilisation ist wichtig, um keimfreie Bedingungen zu schaffen. Gerade bei invasiven Eingriffen ist die Sterilisation ein absolutes Muss. Der Piercer muss auf jeden Fall die Nadeln, den Schmuck und seine Instrumente sterilisieren. Beim Piercen kann keine vollkommene Sterilität erreicht werden, man kann die Luft nicht reinigen und auch nicht die Haut des Kunden steril machen.

Der Piercingschmuck und auch die Geräte werden schrittweise sterilisiert. Erst wird die Kaltdesinfektion durchgeführt, das in der Desinfektionswanne. Die Gegenstände müssen dort für eine gewisse Zeit hinein. Danach folgt die Oberflächenreinigung durch Ultraschall und die Trocknung. Dann erst kommt es zu der Sterilisation im Autoklav der geeignete Sterilisationstaschen hat. Und ein guter Piercer wird auch noch einmal den Schmuck vor dem Einsetzen in einem Glasperlensterilisator behandeln, was nur ergänzend zu dem Autoklav erfolgen darf/kann.

Das Ultraschallgerät Reinigen von Schmuck

Das Ultraschallgerät dient dazu, mechanische Verschmutzungen von einem Objekt entfernen zu können. Die Ultraschallwellen und eine bestimmte Reinigungsflüssigkeit schaffen dann diese Arbeit. Es entsteht in dem Gerät ein Druck, der wieder lässt mikroskopisch kleine Bläschen entstehen die an der Oberfläche der Dinge die zu reinigen sind, implodieren. Somit wird die Verschmutzung gesprengt. Das Ultraschallgerät ist zuverlässig, sehr effektiv und dabei aber doch noch schonend. Es ist aber noch nicht erforscht, welche Folgen auf die Gesundheit das Ultraschallgerät hat, wenn man immer damit arbeiten muss. Der Piercer sollte es von daher in einem separaten Raum stellen.

Der Autoklav hingegen ist ein Dampfdrucksterilisator und gilt als einzige akzeptable Methode in Sachen Sterilisation. Für das Piercingstudio ist er auch erträglich. Man sollte Piercingstudios meiden, die noch mit einem Heißluftsterilisator arbeiten, denn dieser erhitzt lediglich frei von Luftstrom die Objekte und das für 90 Minuten. Da der Luftstrom fehlt, können Toträume in dem Gerät entstehen, in denen sich leider die Keime vermehren können. Die Objekte können auch durch die hohen Temperaturen beschädigt werden, was für Piercer und Kunden nicht hilfreich ist. Der Autoklav hingegen wird das Objekt in eine Autoklavtasche eingeschweißt hineingegeben und mit einem Druck von ca. 2,2 Bar für 15 Minuten aufgehitzt und das bei 120-130 Grad. Somit werden auf jeden Fall alle Keime abgetötet. Dazu muss der Piercer auch noch die ausreichende Wirkung seines Autoklavs durch Sporentests im Gesundheitsamt nachweisen, dass jedes halbe Jahr. Das Prüfprotokoll muss außerdem auch noch im Studio nachlesbar sein.

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