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Piercings in Asien

Piercing in Asien Tradition und Kultur

Myanmar ist der offizielle Name Burmas und hat eine ethnische Vielfalt zu bieten. Es gibt viele Bergstämme, die isoliert leben und eigenständige Kulturen aufweisen. Diese haben eine Bandbreite von Piercings und Schmuck, damit sie sich unterscheiden. Es werden oft große Feste und Märkte in Burma veranstaltet, wo man die Angehörigen der Ethnien bewundern kann.

Frauen tragen zum Beispiel große gedehnte Ohrlöcher, geschmückt mit unterschiedlichstem Schmuck und Material, daran erkennt man die Herkunft der Frauen. Die Hkakhu tragen zum Beispiel Bernstein Plugs, die Maru hingegen schwere Silbergehänge. So ist es von Kultur zu Kultur verschieden.

Piercing Dehnen schon bei den Babys

Gerade die Kayaw sind bekannt für das Dehnen der Ohrläppchen. Schon Babys bekommen die ersten Ohrlöcher, wo erst einmal dünne Fäden durchgezogen werden. Im Kindesalter jedoch werden diese schon gedehnt und das mit Bambustunneln. Sie werden so lange gedehnt, bis sie den Stammesschmuck tragen können, was der schwere Silbertunnel ist.

Das Piercing Ritual Thaipusam Festiva in Malaysia

Das Thaipusam Festiva in Malaysia ist ein beeindruckendes Ritual in Asien, wo man in der prallen Mittagshitze die zuckenden Leiber der Pilger bewundern kann. Eigentlich sehen diese aus, als würden sie unter Drogen stehen. Die Augen sind weit aufgerissen, aus dem Mund tropft roter Speichel und sie tanzen und zucken. Dabei müssen sie eine Last tragen, die nicht gerade einfach ist. Man hört den Gebetsgesang, der vielstimmig ist und man sieht Menschen, die dutzendfach gepierct sind. Ziel der Pilger ist es, die Stufen, insgesamt 272 Stufen zu dem Batu Caves zu erklimmen, der bei Kuala Lumpur liegt. Schon seit dem Jahre 1888 findet dieses Ritual statt und fast die Hälfte der Einwohner nimmt daran teil. Thaisumpan war anfangs nur ein Ritual der Tamilen Südindiens. Heute ist es eine große Tradition in der Verehrung für Lord Muruga. Dieser hat nach der Legende von Sakti, der Geliebten von Shiva dem Gott, einen Sakti Vel erhalten. Dies war ein elektrischer Speer, mit dem Muruga die Asura (dämonische Kraft) besiegen sollte. Den Speer gibt es heute als Miniaturausgabe und stellte die kosmische Harmonie wieder her. Natürlich spielt der Speer auch heute noch bei dem Thaipusam Festival eine tragende Rolle.

Jedes Jahr Ende Januar und Anfang Februar machen sich die Pilger in eiern Vollmondnacht auf die Reise. Natürlich mit dem Opfer, was sie zum Tempel in Batu Caves bringen. Sie wollen so ihre Gelübde erfüllen, die sie gegenüber Lord Muruga abgelegt haben. Das Opfer ist symbolisch und wird Kavadi genannt. Die Pilger bedanken sich dadurch für verschiedene Dinge, wie zum Beispiel für eine Heirat, für die Geburt eines Kindes, für die Heilung einer Krankheit und mehr. Lord Murugas Segen wird erbeten und das für ein Jahr. Die irdischen Bürden werden bis ans Ziel getragen, um dort von ihnen Befreit zu werden. Ein Kavadi hat dabei verschiedene Formen, so kann es ein Altar sein, der nicht nur groß, sondern auch geschmückt ist und von jungen Männern getragen wird. Ebenso kann es sich um große Wagen handeln, die zum Berg gezogen werden und das durch an der Rückenhaut gepiercte Haken. Manche tragen die verkleinerten Speere durch Wangen und Zunge. Diese werden so gepierct, ohne dass ein Tropfen Blut fließt. Andere Pilger behängen sich mit Früchten, meistens Limonen und Orangen. Aber nicht nur Männer gehören zu den Pilgern, sondern auch Frauen. Und alle Pilger müssen vor dieser Tortur erst einmal fasten. Vor der Pilgerung werden die Piercings gestochen, dies erst nach einer Meditation, nach Gebetsgesängen und hypnotischer Musik. Somit wird ein Gnadenzustand erreicht, was man auch am Zittern, Grinsen oder durch heftiges Schütteln bemerken kann. In diesem Zustand stechen Freunde und Familie die Piercings, besser gesagt, die Haken und Spieße werden durchstoßen. Die Pilger werden übrigens auf dem Weg zur Hohle des Muruga von Freunden und Familie begleitet und auch beschützt.

Hat man seine Opfer erbracht, werden die Piercings auf der Stelle entfernt und mit Asche eingerieben. Nun kann der Alltag wieder beginnen. Die Pilger sind mit sich und dem Gott ins Reine gekommen. Ebenso wird durch das erbrachte Opfer das Zusammengehörigkeitsgefühl von Familie gestärkt. Ist es doch so, dass jedes Leiden die Liebsten zusammenführt. Aber auch die hinduistische Minderheit spielt in das Ritual ein. Interessant ist auch zu wissen, dass auch die chinesische Minderheit auf Phuket ein ähnliches Ritual abhält, was sich Vegetarian Festival nennt.

 

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