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Die Urgeschichte des Piercings

Die Spuren des Piercings führen nach Afrika, wo schon in der frühen Steinzeit Ohrgehänge genutzt werden. Dies belegen neolithische Funde in Algerien. Es wurde bewiesen, dass schon mindestens vor 7000 Jahren die Menschen ihre Ohrläppchen haben durchstechen lassen. Sie haben sich dann mit Schmuck aus Wildschweinzähnen, Schildkrötenpanzern und auch anderen Tierknochen geschmückt.

Dabei zeigen die Funde auch anhand der Größe, dass sich die Menschen schon damals die Ohrläppchen gedehnt haben müssen.

5000 Jahre alt hingegen sind die Funde von Lehmfigurinen aus Mesopotamien, die auch aufzeigen, dass im heutigen Iran Menschen lebten, die sich auch schon den Piercings in den Ohrknorpeln gewidmet haben.

Malloy gab an, dass in Ägypten schon zu früheren Jahren das Bauchnabelpiercing durchgesetzt habe und das als Zeichen der königlichen Herkunft. Aber dafür gibt es absolut keine Beweise, keine Grabmalereien, keine Hieroglyphenschriften, keine wissenschaftliche Literatur oder anderes. Aber bekannt ist, dass gedehnte und gepiercte Ohrlöcher in der 18. Und 19. Dynastie (1400-1300 v.Chr.) sehr populär waren. Pharaonendarstellungen aus diesen Epochen können dies belegen. Selbst die Goldmaske von Tutenchamun, die ja nun sehr berühmt ist, weist große Ohrlöcher auf. Bei den Grabbeigaben wurden dazu noch Goldohrringe gefunden, die wohl der junge Pharao getragen haben muss.

In Europa sieht es mit dem Nachweis der Geschichten für das Piercing etwas schwerer aus. Die älteste Spur, die es bisher gibt, ist eine 2600 Jahre alte keltische Maske aus Bronze, die aus der Hallstattkultur stammt und die auf beiden Seiten gleich mehrere Ohrlöcher aufweist.

Griechenland und Rom hingegen stehen für unversehrte Körper, so kamen dort Körpermodifikationen eher als Zeichen für Barbarentum vor oder sie wurden gar zu Strafzwecken genutzt. Sehr interessant, wenn man sich eben andere Länder anschaut. Malloy behauptetet andere Dinge, er teilte mit, dass die Leibgarden von Cäsar gepiercte Brustwarzen hatten und sogar ihre Capes daran befestigten. Dem war absolut nicht so! Sie trugen auf jeden Fall lederne Brustschilde, die nichts mit einem Piercing zu tun haben, und an diesen hingen Metallringe. Aber auch im alten Rom gab es das Piercing, dann aber zur Bewahrung der Keuschheit, gerade bei Sklaven und Musikern. Der erste Auto der Medizingeschichte nennt sich Celsus und er hat im 1. Jahrhundert in dem Werk „De Medecina“ davon berichtet, dass den Sklaven die Vorhaut an zwei Stellen durchbohrt wurde und das durch diese Löcher ein Bronzering gezogen wurde. Somit sollten die männlichen Sklaven von Gedanken ferngehalten werden, die nur ihre Arbeitskraft gemindert hätten. Im Pariser Louvre soll es sogar zwei Statuen geben, die genau dieses zeigen. Andere Autoren aus Rom erzählten davon, dass auch weibliche Sklaven gepierct worden sind und zwar so, dass ihre Schamlippenpiercings vernäht werden konnten. In der heutigen Zeit ein grauenvoller Gedanke!

 

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