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Das Piercen

Studio für das Piercing aufsucht, wird man erst einmal beraten und aufgeklärt. Man wird nach Krankheiten und Medikamenten befragt und junge Leute müssen nachweisen wie alt sie sind oder die Einverständnis der Eltern vorlegen oder diese mit ins Piercingstudio bringen.

Natürlich wird man auch über die Pflege des Piercings aufgeklärt. Da Menschen vergesslich sind, bekommt der Kunde diese auch noch einmal auf einem Zettel mit, damit er sie immer nachlesen kann. Ebenso wird der Piercer auch erfragen, ob der Kunde schon was gegessen hat, damit der Kreislauf nicht versagt. Ist dies alles erledigt, geht es noch daran, den Schmuck auszuwählen. Man muss sich darauf einstellen, dass man noch nicht sofort den Schmuck nutzen darf, den man gerne möchte. Als erstes muss man den Ersteinsatz tragen, das sind gesetzliche Vorschriften. Für den Ersteinsatz ist auch nur besonderes Material erlaubt, wie Titan oder PTFE und der Schmuck muss gerade am Anfang so viel Platz bieten, dass auch eine Schwellung des Piercings berücksichtigt ist. Ebenso ist es leichter, dass Piercing gut zu pflegen, wenn der Schmuck dafür genügend Raum bietet. Der Wechsel ist erst dann möglich, wenn das Piercing verheilt ist.

Übrigens nehmen manche Menschen einen Beistand mit ins Piercingstudio, man muss aber leider damit rechnen, dass der Piercer diese Personen nicht in den Piercingbereich lässt. Der Piercer muss sich konzentrieren und zu viele Menschen würden ihn bei der Arbeit nur stören. Hinzu kommt natürlich noch die Hygiene, die durch zu viele Menschen gestört werden kann. Der Piercer ist gezwungen, höchst hygienische Umstände zu bieten. Und außerdem kann es durchaus sein, dass jemand als Zuschauer auch in Ohnmacht fallen kann, wenn er bei der Prozedur zuschaut und das kann man ebenfalls in einem Studio nicht gebrauchen.

Nun aber wieder zurück zu dem Piercen. Der Piercer wird sich vor seinem Kunden die Handschuhe anziehen und die Utensilien auslegen. Diese werden auf sterilen Papiertüchern gelegt, ähnlich wie bei einem Zahnarzt. Er holt die Nadel und die Einweg Kanüle aus sterilen Verpackungen heraus und nimmt dazu Zange, Schere und Schmuck aus einzelnen Autoklavtaschen heraus. Ist die geschehen, wird die Haut gereinigt, das natürlich mit einer speziellen Desinfektionsflüssigkeit. Dann greift der Piercer zu einem Stift, der auch desinfiziert ist und wird die Ein- wie auch Austrittsstelle markieren. Nur so kann er gewähren, dass das Piercing richtig sitzt.

Ist dies alles geschehen, wird der Piercer auch noch einmal die Handschuhe wechseln, darauf sollte man selbst auch achten. Dann fixiert er mit der Klemmzange die zu piercende Stelle, damit der Stich sicher durchgeführt werden kann. Die Zange wirkt manchmal etwas störend, aber man weiß ja, wofür sie gebraucht wird. Bei dem Stich selbst kommt es ganz auf den Piercer an. Entweder er wird nun recht zügig die Nadel mit dem Kunststoffmantel in die Haut stechen, so dass der Kunde so schnell nicht damit gerechnet hat oder aber er wird die Person erst darauf aufmerksam machen. Wie auch immer, wird der Kunststoffmantel der Nadel mit durch den Stichkanal geführt und verbleibt erst einmal dort, während die Nadel wieder herausgezogen wird. Der Kunststoffmandel hat die Aufgabe den Wundkanal, also das gestochene Loch so lange aufzuhalten, bis der Schmuck vom Piercer eingeführt wurde. Vorab wird der Mantel mit einer Schere gekürzt, so dass die Zange schon einmal entfernt werden kann. Der Schmuck wird dann in den hohlen Mantel gedrückt, was noch einmal zwicken könne und wenn der Schmuck sitzt, wird der Mantel entfernt. Dann wird nur noch der Verschluss des Piercings angebracht und fertig ist das Piercing!

Nach dem Piercen wird der Piercer eigentlich darauf achten, dass man noch ein wenig liegen bleibt, um den Kreislauf zu schonen. In der Zeit wird er schon einmal seinen Arbeitsbereich aufräumen. Dann zieht er sich erneut neue Handschuhe an, um die Wunde zu reinigen und sie eventuell noch mit einem Pflaster abzudecken.

Im Grunde stellt man sich das Piercen sehr leicht vor, aber wenn man erst einmal alle Arbeitsvorgänge kennt, ist es nicht wirklich verwunderlich, dass man bis zu 45 Minuten dafür einrechnen muss.

 

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