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Die Tribal-Motive, wie du sie heute sicherlich schon einmal gesehen hast, gehen auf die schwarzen, scherenschnittartigen beziehungsweise geometrischen Tatau-Ornamente der Polynesier zurück, die sich die europäischen Seefahrer im 18. Jahrhundert stechen ließen. Die Matrosen erweiterten diese schwarzen, verschlungenen Linien um eigene, meist maritime Symbole und lösten diesen Mischmasch schließlich durch die »Traditionellen Tattons« ganz ab. Für lange Zeit gerieten die Tribals in Vergessenheit, bis sie 1982 durch den amerikanischen Kunststudenten Don Ed Hardy und sein Magazin »Tatton Time« eine Renaissance erfuhren. Es war insbesondere Leo Zulueta, der die einstigen Stammestätowierungen der Südsee-Inseln zu einer höchst eigenen, westlich geprägten Ornamentik weiterentwickelte, nämlich jenen Tribal-Motiven, wie sie heutzutage sehr gefragt sind.Es gibt allerdings viele Tätowierer, die sich weigern, diese Tribal-Tattoos zu stechen, weil sie ihrer Meinung nach kaum eine Herausforderung für den Künstler darstellen. Davon solltest du dich nicht beirren lassen. Denn Tribals richtig gestochen ordnen sich der natürlichen Linienführung der Muskulatur an und wirken so wie ein gewachsener Teil des Körpers.
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