Seefahrer Tattoo

Seefahrer Tattoo

Artem Efimov/shutterstock.com

Die Tattoos bei den Seefahrern

Tattoos wurden mit der Zeit also immer bekannter und überall surrten die Tätowiermaschinen. Hier und da machten sie aber auch mal eine Pause, nur nicht in den Hafenstädten! Ob nun Singapur, Hamburg, Hongkong- in allen Hafenstädten standen die Tätowiermaschinen einfach nicht still. Der Volkskundler Spamer benannte es in seinem Buch so „Wo Geld rolle, es in die Taschen der Tätowierer falle“.

Die Seemannstätowierung, wie man sie genannt hat, hat natürlich ihren Ursprung auch aus der Geschichte der Reisen des Kapitän Cook. Allerdings war es auf See so, dass die Tätowierung schon vier Jahre vor Omai ihre Kreise zog. Am 13.Juli 1977 kam Cook von seiner ersten Entdeckerreise in die Südsee zurück und brauchte die Tätowiersucht gleich mit!

Tattoos als Erinnerungen

Die Matrosen die Cook einst begleitet hatten, brachten eine Tätowierung von der Entdeckerreise mit, ein außergewöhnliches Souvenir. So begann die Tradition, die bis heute dauert! Gerade die Matrosen liebten die Tätowierungen, weil sie auf jeder Reise mit der Hautkunst in Berührung kamen. Sie hatten immer mit den Wilden Kontakt und die Langeweile und auch die Neugierde, sorgten dann für die Souvenirs aus der Fremde. Umso mehr die Tätowierungen ihren Lauf unter den Seeleuten nahmen, desto mehr wuchsen diese zu einem Zugehörigkeitszeichen. Nach einer gewissen Zeit war es sogar üblich, einen Tätowierer an Board zu haben, selbst Krusenstern der Cabris mit nach Europa brachte, bot schon im Jahre 1805 seinen Matrosen diesen Service an. Und gab es keinen Tätowierer an Bord, stachen sich die Matrosen einfach gegenseitig die Hautbilder. Die Tätowierkunst erlernten sie von den Eingeborenen und das notwendige Werkzeug war auch schnell besorgt.

Vom Seefahrer zum Tätowierer

Matrosen die keine Lust mehr auf die rauhe See hatten, ließen sich einfach in Hafenstädten als Tätowierer nieder und das in Hinterzimmern von Friseurläden oder aber auch in Bars und Kneipen!

Bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhundert standen die Tätowierungen hoch im Kurs bei den Seeleuten. Auch die beiden Weltkriege gehörten zu der Blütezeit auf See, was die Tätowierungen anbelangte. Die Tätowierer mussten sogar Schicht arbeiten, um die Schlange der Menschen zu bewältigen. In der heutigen Zeit lassen sich immer noch viele Seeleute tätowieren, aber das Tattoo ist schon lange nicht mehr ein Zeichen des Seemannberufes!

 

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