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jünger aussehen ganz ohne Narben und Skalpell - das klingt verlockend. Entsprechend enthusiastisch berichteten die Medien in den vergangenen Jahren über Laserbehandlungen. Doch der Laser ist keine Wunderwaffe, die jeden Schönheitsfehler spurlos wegzaubert. Bei einem deutlich gealterten Gesicht mit abgesackten Konturen und tiefen Falten bringt ein Face-Lifting sicher die besseren Ergebnisse.
Keine überzogenen Erwartungen an den Laser richten!
Zitronenfältchen (senkrecht stehende kleine Falten um die Ober- und Unterlippe herum), Krähenfüße oder auch Unterlidfältchen können mit dem Laser gut behandelt werden. Dazu kommen weitere Indikationen wie die Behandlung von Aknenarben, die Entfernung von Feuermalen, Blutschwämmchen, Tätowierungen u.a. Laserstrahlen sind gekennzeichnet durch hohe Intensität, gute optische Fokussierbarkeit und Monochromasie (Einfarbigkeit). Mit Laserstrahlen kann man sehr präzise arbeiten, und in der Medizin macht man sich ganz besonders ihre gefäßverödenden (koagulierenden) und verdampfenden (vaporisierenden) Eigenschaften zunutze. Es gibt verschiedene Lasergeräte, wie z. B. den Argon-Laser, den Erbium:YAG-Laser, blitzlampengepumpte gepulste Farbstofflaser, CO2- Laser usw., die jeweils bei ganz bestimmten Indikationen eingesetzt werden.
Was kann korrigiert werden?
Am meisten wurde in den letzten Jahren mit Sicherheit über die Laserbehandlung falten-und fältchenreicher, sonnengeschädigter Haut geschrieben. Mit dem ultragepulsten CO2 Laser kann die oberste Hautschicht präzise abgetragen werden, indem man sie verdampft. Gleichzeitig wird die Haut gestrafft und zur Neubildung angeregt; man spricht auch von einem Skin-Resurfacing, was soviel bedeutet wie der Haut eine neue Oberfläche geben. Man kann mit dem CO2-Laser einzelne Hautpartien z. B. um den Mund oder an den Augen, an der Stirn oder auch das ganze Gesicht behandeln (Full-face). Nach der Laserbehandlung bleibt für einige Monate eine gewisse Hautrötung bestehen. Falten werden geglättet, allerdings können sich nach etwa 6 Monaten bis zu einem gewissen Grad erneut Fältchen ausbilden.
So wird's gemacht f
Bei einer Behandlung mit dem ultragepulsten CO2-Laser müssen alle Beteiligten Schutzbrillen tragen, weil der Laserstrahl sonst die Augen schädigen könnte. Sollen nur Teilzonen behandelt werden, reicht eine örtliche Betäubung aus, bei einer Fullface-Behandlung führen wir eine Vollnarkose durch. Kleinere Eingriffe nehmen manche Ärzte ambulant vor, wir empfehlen unseren Patienten bei einer Behandlung des gesamten Gesichts, ein bis zwei Klinik-Obernachtungen einzukalkulieren. Nachdem die Haut gründlich gereinigt wurde, bearbeitet der Arzt die vorher definierten Hautareale mit dem Laserstrahl. Blutungen treten dabei in der Regel nicht auf, weil der Laserstrahl kleine Blutgefäße sofort verschließt. Allerdings ist die Haut nach dem Eingriff gerötet, und sie nässt. Wir legen nach dem Lasern eine spezielle Folie (künstliche Haut) auf die behandelten Areale, die 4 Tage lang getragen werden soll und nicht verrutschen darf. Nur so kommt es zu einer problemlosen Abheilung, und Infektionen und Schorfbildungen lassen sich vermeiden. Wichtig ist, dass auf die Folie zweimal täglich dünn Vaseline aufgetragen wird. In aller Regel heilt die Haut innerhalb von 8 bis 10 Tagen ab und darf dann auch wieder geschminkt werden. Auf direkte Sonneneinstrahlung sollte man für drei bis sechs Monate nach dem Lasern verzichten!
Gerade das Ergebnis der Laserbehandlung steht und fällt mit der optimalen Vor- und Nachbehandlung. Hier sind Sie als Kosmetikerin gefordert!
Muss man mit Komplikationen rechnen?
Der Patient muss wissen, dass die Haut nach der Laserbehandlung einige Monate lang eine Rötung aufweisen kann, die sich aber mit Make-up abdecken lässt. Infektionen der frisch gelaserten und damit sehr empfindlichen Haut sind möglich. Vor allem bei Patienten, die zu Herpes-Infektionen im Gesicht neigen, kann durch das Lasern ein neuer Herpes-Schub provoziert werden. Deshalb geben wir vorbeugend ein Medikament, das Virusinfektionen entgegenwirkt. Ob zusätzlich ein Antibiotikum notwendig ist, entscheidet der Arzt im Einzelfall. Nach dem Lasern kann es zu Pigmentverschiebungen kommen. Wir empfehlen Patienten mit bekannten Pigmentstörungen, ab dem 7. Tag nach dem Lasern eine spezielle Creme (s. u.) aufzutragen. Unbedingt regelmäßig Sunblocker verwenden! Erst nach 3 bis 6 Monaten wird die Haut gegen Sonnenstrahlen wieder unempfind- C licher!
Depigmentierungscreme nach Professor Mang
Tretinoin 0,05
Hydrocortisonacetet 1,0
Hydrochinon 4,0
ColdCrearn Roche Posayad100,0
Wir möchten eindringlich darauf hinweisen, dass für die Laserbehandlung sehr viel Erfahrung notwendig ist. So einfach die Technik im C Prinzip ist, so schwierig kann es sein, die richtige Laserdosis für einen bestimmten Hauttyp einzustellen.
Bei Menschen mit dunkler Hautfarbe oder asiatischer Herkunft ist die Gefahr irreparabler Pigmentveränderungen groß. Deshalb lieber nicht lasern!
Nur wenn der Laserarzt über viel Erfahrung verfügt und alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden, lassen sich Risiken reduzieren und Störungen vermeiden.
Weitere Indikationen für den Laser
Narben, die z. B. durch eine schwere Akne entstanden sind, können ebenfalls mit dem ultragepulsten CO2-Laser behandelt werden. Akne-Experten warnen allerdings auch bei dieser Indikation vor überzogenen Erwartungen. Am besten, man stellt dem Patienten eine etwa 50%ige Besserung in Aussicht: Flache Narben können nach einer Laserbehandlung verschwinden, mittelschwere Narben sind nach der Behandlung noch als leichte Veränderungen sichtbar und tiefe Narben werden abgemildert.
Vorsicht ist geboten, wenn der Patient zu hypertrophen Narben neigt!
Feuermale (Naevi flammei), die oft im Gesicht auftreten und sehr entstellend wirken, können mit gepulsten Farbstofflasern beseitigt werden. Tätowierungen, die nicht mehr gefallen, kann man mit dem gütegeschalteten Rubin-Laser entfernen, ebenso unschöne Altersflecken und störende Sommersprossen. Besenreiser mit einem Durchmesser von bis zu 1 mm kann man mit blitzlampengepumpten gepulsten Farbstofflasern behandeln und in einer Sitzung eine Besserung von etwa 50 bis 60% erreichen. Diese Laser art ist auch für die Behandlung von Hämangiomen (Blutschwämmchen) geeignet. Couperose kann ebenfalls mit dem Laser angegangen werden. Bevor man sich zu einer Lasertherapie von Hautveränderungen entschließt, muss ganz sicher sein, dass nichts Bösartiges vorliegt. Das gilt vor allem für pigmentierte Hautveränderungen. Ein entsprechend geschulter Experte muss deshalb die Haut beurteilen.
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