Piker

Piker

Piker
Iakov Filimonov/shutterstock.com

Der Begriff „Piker“ klingt zunächst ungewöhnlich, beschreibt aber nichts anderes als den Tätowierer selbst.
Die Bezeichnung des Pikers leitet sich aus dem Englischen und dem Französischen ab. Der englische Begriff „pike“ beschreibt einen Spieß und das französische Verb „piquer“ bedeutet stechen. Im modernen Sprachgebrauch beschreibt das Piken das eigentliche Stechen eines Tattoos.

Die Begrifflichkeit des Peikens oder auch gleichermaßen des Inkens wird umgangssprachlich auch vergangene Methoden und das Tätowieren von Hand bezeichnet. Bei einstigen Praktiken wurde die Tinte oder die gefärbte Flüssigkeit mittels einem spitzen Gegenstand und weiterer Hilfsmittel in die Haut gestochen und eingebracht.

Der Piker entwirft und realisiert Tattoos in den unterschiedlichsten Ausführungen als permanenten Körperschmuck. DerTätowierer bringt Tinte und andere hautverträgliche Farbstoffe mittels einer elektrischen Tätowiermaschine mit geschliffenen Nadeln gezielt in die zweite Hautschicht ein. Der fachkundige Tätowierer stellt für das gewünschte Tattoo Ergebnis dieTätowiermaschine je nach Hauttyp entsprechend der Hautdicke der zu behandelnden Körperstelle individuell ein. Ganz nach Wunsch und Vorliebe des jeweiligen Kunden entstehen filigran gearbeitete ein- und mehrfarbige Motive sowie Schriftbilder, welche als individuelles Tattoo dauerhaft in der Lederhaut verbleiben.
Die eigentliche Tätigkeit des Pikers zählt zu den gewerblich ausgeübten Kunsthandwerksberufen und genießt seit einigen Jahren den Status eines bildenden Künstlers im Freiberuf.

Der Pike, also der Spieß zählt mit zu einer der ältesten Waffen der Menschen. Ableitungen finden sich auch im heutigen Sprachgebrauch durchaus noch zahlreich. Beispielsweise der „Spießbürger“ oder die Redensart etwas „von der Pike auf lernen“ finden ihren Ursprung im Mittelalter und gehen auf den Pikenier, den einstigen Soldaten zurück.

 

SHARE

NO COMMENTS

LEAVE A REPLY