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Piercing
Geschrieben von Administrator   

Das Piercing im Allgemeinen und dessen Geschichte.

Piercing abgeleitet vom englischen (to pierce) zu deutsch, durchstechen, durchbohren, hat eine sehr lange Tradition. Hierbei handelt es sich um eine Form des Körperschmucks, welche durch ein durchstechen der Haut oder des  Knorpelgewebes an unterschiedlichsten Körperregionen platziert wird. Überwiegend wird als Schmuck eine Ringform oder eine Stabform gewählt.

Seit tausenden von Jahren werden Piercings von Kulturen verwandt. Waren sie in diesen Zeiten meist ein Zeichen des sozialen Standes, der Abgrenzung zu anderen Völkern oder auch ein Zeichen des Rangwechsels innerhalb des Volkes und auch nicht zu vergessen die Verbindung zum Übersinnlichen zu verdeutlichen, sind die Piercings heute eher als modisches Accessoire zu betrachten. Heutzutage sind das also meist die so genannten Oberflächenpiercings, welche nur kleinere Narben und eine rasche Entfernung ermöglichen.

Von indigenen Völkern (Ureinwohner verschiedenster Kontinente) sind etliche Formen des Piercings dokumentiert. In diesen Zeiten wurden oftmals Knochen, Holz und andere lokal auffindbare Materialien als Schmuck verwendet.

Oftmals war der Schmuck und dessen Größe ein deutliches Indiz für die Stellung in der Gesellschaft. Die afrikanischen Mursi z.B. benutzten, benutzen Lippenteller Piercings und deren Größe zeigte halt den Status innerhalb des Volksstammes.

 In der asiatischen Gegend hingegen wurden und werden teilweise die Ohrläppchen bzw. die Ohren aus medizinischen Gründen durchstochen, man erhofft sich so gewisse Krankheiten zu vermeiden(aus dem Hinduistischen Glauben). In einem anderen asiatischen Teil zelebrieren die Thai ein Fest während welchem sie sich versuchen in eine Art göttliche Trance zu versetzen, um sich dann diverse Gegenstände, unter anderem durch die Wange, zu stoßen. Im Laufe dieses Aktes hält man sie für die Leiblichkeit auf Erden der angebeteten Götter.

In Amerika hingegen lassen und ließen sich Ureinwohner piercen, um an dem Piercing Seile zu befestigen und 4 Tage und 4 Nächte um einen Pfahl zu tanzen. Dies sollte und soll wohl ebenso der Versuch sein, eine Verbindung durch Trance zum Übersinnlichen herzustellen.

Das modernere Piercing, so ab 1950 war eher noch klares Zeichen der Zugehörigkeit einer Randgruppe, nutzte doch zumeist die Fetisch- und homosexuelle Szene diese Art des Schmucks.

Allgemein bekannt wurde diese Mode  jedoch durch die Begründung der Bewegung, der „Modern Primitives“, welche 1980 in den USA (Kalifornien) entstand..

Diese griffen die Riten der alten Kulturen auf und hauchten ihnen neues Leben ein.

Aber auch Anfang der 1990er Jahre blieb es ein Randgruppen-Phänomen , denn überwiegend wurden Piercings im „Sado-Maso“ und in der Punkerszene als Körperschmuck angelegt.

Nach dieser Zeit jedoch, bis zum aktuellen Heute, hat sich diese Mode in der Gesellschaft etabliert. Wer heutzutage ein Piercing trägt, der macht es eigentlich überwiegend aus Gründen der subjektiven Ästhetik.

 

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