Sehr viele Piercing Freunde fragen immer wieder wie man
richtig dehnt und wie lange das Dehnen dauert. Als erstes gibt es keine
pauschale Antwort auf die Frage wie lange man für das Dehnen eines Piercings
benötigt. Die Dauer des Dehnens hängt zumal davon ab, ob beim piercen schon eine
größer Nadel oder Punch verwendet wurde. Zum andere hat jeder Mensch ein
anderes Gewebe.Beim dehnen sollte man
keinen Falschen Ehrgeiß aufkommen lassen, das könnte zu zwei Gefahren führen.
Erstens das Einreissen der Dehnungsstelle, was das dehnen erheblich
verlangsamen würde.
Das Dehnen von Piercings hat eine sehr lange Kultur. Auch in unserer
Gesellschaft werden Piercings inzwischen immer häufiger geweitet, um
darin größeren Schmuck tragen zu können. Oft wird dies aus ästhetischen
Gründen getan, d.h. es gefällt dem Träger besser. Meist fühlt es sich
auch deutlich angenehmer an als z.B. herkömmlicher Ohrschmuck, der nur
mit dünnen Drähten gehalten wird. Bei manchen Piercings ist das spätere
Dehnen sogar empfehlenswert, um ein Ausreißen zu vermeiden.
Normalerweise sollten nur verheilte Piercings gedehnt werden. Es gibt
zwar Ausnahmefälle, um z.B. ein schlecht heilendes Piercing durch
vorzeitiges Dehnen zum besseren Heilen anzuregen, allerdings sollte
dies nur nach Rücksprache mit einem erfahrenen Piercer und nur von
diesem durchgeführt werden. Zum Dehnen werden meist sogenannte Taper
verwendet. Das sind konisch zulaufende Stifte aus Stahl oder Acryl. Mit
Hilfe von Gleitmittel werden Sie durch das Piercing gedrückt und der
neue Schmuck nachgeschoben. Eine andere Möglichkeit sind Dehnungsringe
und Dehnungsschnecken, die ständig als echter Schmuck getragen und
langsam immer weiter durch das Piercing gedrückt werden. Auf der
dünneren Seite sollte ein Gummiring über den Schmuck bis hinter das
Piercing geschoben werden, damit er nicht durch den Druck des Gewebes
herausrutscht. Der Vorteil dieser Methode ist, daß in wesentlich
kleineren Schritten gedehnt werden kann, als wenn Schmuck in den
Standardgrößen mit Tapern eingesetzt wird. Wichtig ist, daß nur in
kleinen Schritten gedehnt wird. Bei jeder Dehnung sollte nur Schmuck in
der jeweils nächsten Standardgröße eingesetzt werden, wie in den
Größentabellen angegeben. Sonst kann die Haut reißen, sich entzünden
und Narbengewebe bilden. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann
eine komplette, neue Heilungsphase erfordern und ein weiteres Dehnen
durch das wesentlich festere Narbengewebe erheblich erschweren. Der
Haut sollte darüber hinaus genug Zeit gelassen werden, sich durch das
Bilden neuer Zellen wieder zu entspannen und ihre ursprüngliche
Struktur zurückzubekommen. Daher sollte frühestens nach ca. 4 Wochen
erneut gedehnt werden, wobei dieser Zeitraum allerdings von Piercing zu
Piercing und je nach momentaner Größe variiert. Das Dehnen darf bei
Piercings in sehr weichem Gewebe, z.B. in den Ohrläppchen, höchstens
für kurze Zeit etwas brennen, aber auf keinen Fall bluten oder über
mehrere Tage schmerzen. Knorpelpiercings sind erheblich schwerer zu
dehnen und meistens recht unangenehm. Auch hier sollte aber keine
größere Schwellung entstehen und der Schmerz nach kurzer Zeit
abklingen. Bei einigen Piercings in weichem Gewebe kann das Dehnen
erleichtert werden, indem man etwas schwereren Schmuck trägt oder
regelmäßig mit dem Schmuck "spielt". So dehnt sich das Piercing fast
von allein, wodurch oft der nächstgrößere Schmuck sogar problemlos ohne
Taper und weitestgehend schmerzfrei eingesetzt werden kann. Allerdings
sollte dabei beachtet werden, daß ein Piercing durch zu langes,
einseitiges Dehnen eine längliche Form annimmt, was normalerweise
unerwünscht ist. Wer nicht selbst dehnen möchte bzw. keine Taper
besitzt, sollte dies in einem Piercingstudio durchführen lassen. Es ist
normalerweise üblich, daß dort gekaufter Schmuck auch kostenlos
eingesetzt wird. Das Dehnen von Piercings sollte immer nur bei
abgeheilten Piercings erfolgen und die Dehnstufen sollten so klein wie
möglich sein um eine dauerhafte Schädigung des Gewebes zu verhindern.
Empfehlenswert wär eine Steigerung um einen halben Milimeter bis
Milimeter alle 4 bis 6 Wochen. Dehnen verlangt Geduld. Es ist auf jeden
Fall zu empfehlen ein Gleitmittel zu benutzen...fetthaltige Cremes
würde ich allerdings nicht verwenden, da diese im Stichkanal evtl.
verbleiben und ranzig bzw. "schlecht" werden...es gibt ein Gleitmittel
Namens xy-jelly, welches bei einigen Händlern, aber auch in Sex Shops
erhältlich ist (keine Sorge, es ist absolut verträglich), auch Aloe
Vera kann man sehr gut zum Dehnen benutzen (kleiner Tipp: Aloe Vera
auch schon ein paar Tage vorm Dehnen an die Stelle auftragen, das macht
das Gewebe geschmeidiger) Piercings dehnen Was bedeutet Piercing
dehnen, was ist das und wer macht so etwas? Tja, was früher den
Piercing Freaks vorbehalten war, wird mehr und mehr allgemein übliche
Methode. Was bedeutet Piercings dehnen? Ganz einfach. Irgendwann hat
man/frau vielleicht genug Piercings angesammelt und kommt auf die Idee,
mal etwas Neues mit seinem Körperschmuck anzufangen. Doch was tun, wenn
man schon überall und jede Art von Piercingschmuck trägt? Dehnen!
Zahlreiche auf dem Markt befindliche Tunnels, Plugs und Ringe warten
schon auf den Einsatz zum Dehnen der Piercinglöcher. Am beliebtesten
ist das Dehnen der Ohrlöcher, Zunge und Brustwarze. Die radikalste und
blutigste Methode dabei ist das "Schneiden". Hier wird mittels Skalpell
deas Loch einfach vergößert. Geht zwar schnell, ist aber, wie gesagt
blutig und hat mit dem Piecingdehnen nichts zu tun. Wann, wie dehnen?
Auf jeden Fall erst nach der kompletten Verheilung des Piercings ans
Dehnen denken. Oder gar beim Erstpiercing im Studio den Piercer auf den
Wunsch nach späterem Dehnen ansprechen. Möglicherweise wird dann gleich
beim Erstpiercen ein größeres Loch gestochen, was das dehnen später
vereinfacht und der Schmerz ist eh der Gleiche. Man sollte auf keinen
Fall auf eigene Faust versuchen einfach so mal eben ein größeres
Piercing durch das Loch zu drücken. Geh zu deinem Piercer, raten wir
dir! Das Ganze hat viel mit Hygiene zu tun, und möglicherweise darf an
der Stelle, wo du dehnen willst, gar nicht gedeht werden. Nervenbahnen
etc.!!! Gefährlich können Dehnungen des Knorpels (Ohr) werden. Das
Knorpelgewebe kann absterben und dein halbes Ohr "abfallen". Grundsatz:
Langsam dehnen! Gefürchtet beim Dehnen von Piercings ist das sog.
"Blow-out". Haut verschiebt sich beim Piercing und vernarbt, was
absolut häßlich aussieht. Denke immer daran: Je größer das Loch umso
mehr Schmutz, Keime, Bakterien, Schweiß, Dreck usw. sammelt sich darin.
Die Dehnungsbucht kann zu einem ganzen Becken für krankheitserregende
Keime werden. Wenn du es schon selbst machen willst, lass dich beim
Piercer beraten und dir das Material dazu geben.