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Kaum zertifizierte Tattoostudios |
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von David Huber
Seit Anfang Jahr gelten für Tattoo- und Piercingstudios strenge
Hygienevorschriften. Freiwillig lässt sich jedoch kaum einer der
Zentralschweizer Tätowierer kontrollieren.
«Ich habe in der
Zentralschweiz rund 50 eingetragene Tattoo- und Piercingstudios angeschrieben»,
sagt Natalie Garcia von der Basler Firma Eyeco, die in Zusammenarbeit mit dem
Bund Hygienezertifikate für Tattoo- und Piercingstudios ausstellt.
Reagiert haben die wenigsten: Nur gerade fünf Betriebe haben sich bisher
zertifizieren lassen. «Das ist katastrophal», so Garcia, «denn zu diesen
eingetragenen Studios kommen noch unzählige schwarze Schafe, die einfach im
Keller oder in einem Hinterzimmer stechen.»
Der Luzerner Piercer Marco Frasson ist einer der wenigen, die sich
zertifizieren liessen. Trotzdem ist für ihn klar: «Solange nicht alle Studios
kontrolliert werden, ersparen sich viele die Kosten und Mühen für hygienisches
Arbeiten.»
Die Verantwortung dieser Kontrollen liegt bei den Kantonen. «Wir sind nur
verantwortlich für die Prüfung der Materialien», sagt Daniel Andrey,
Kantonschemiker der Urkantone. «Die hygienische Anwendung müsste hingegen von
den Kantonsärzten kontrolliert werden.»
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