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Viele Männer schwören auf ein Intimpiercing hat es doch eine lange Tradition. Es sind einige Piercingarten möglich, da die Eichel keine großen Blutgefäße enthält. Zudem heilen Wunden in dem Bereich besser, da Urin ein gutes Reinigungs- und Desinfektionsmittel ist. Wichtig ist bei einem neuen Piercing in diesem Bereich darauf zu achten ein Kondom beim Verkehr zu benutzen, denn Körperflüssigkeiten können hier leicht zu einer Entzündung führen. Generell ist dem neuen Träger von Intimschmuck anzuraten verstärkte Kondome mit großem Reservoir zu benutzen, um genug Platz für das Piercing zu bieten und ein reißen des Kondoms zu verhindern.
Das Frenum Intim Piercing
Das Frenumpiercing stellt zumeist den Anfang des Intimpiercings dar. Bei diesem Piercing wird das dünne Häutchen (lat. Frenulum Preputii), welches Vorhaut mit Eichel verbindet durchstoßen. Zumeist wird ein Ring als Schmuck gewählt, möglichst viel Gewebe begünstigt hier das nicht Herauswachsen des Schmuckes. Durch die starke Formveränderung des Piercingobjekts J dehnt sich der ursprüngliche Stich ohne weitere Maßnahmen aus, so dass nach der schnellen Heilung der Wunde auch Schmuckstücke mit größerem Durchmesser eingefügt werden können, z.B. ein Ring rund unter der Eichel herum.
Das Apadravaya Intim Piercing
Der Apadravya (sanskrit“Ersatzgegenstand“) ist ein Piercing, welches senkrecht durch die Eichel und die Harnröhre verläuft. Dieses Piercing hat seinen Ursprung im Kama Sutra und im indischen Bereich ist man des festen Glaubens, dass ohne diesen Schmuck der wahre Genuß des Liebesspiels nicht möglich sei.
Das Amallang Intim Piercing
Der Ampallang oder auch Pallang wird waagerecht durch die Eichel gepierct und hat seinen Ursprung im südöstlichen Inselreich Asiens. Als Schmuckform wird hier ausschließlich der Barbell verwandt. Die Tatsache, dass dieses Piercing durch die gesamte Eichel verläuft und knapp unterhalb dieser mehrere Arterien und eine Vene verlaufen, machen dieses zur Aufgabe für den erfahrenen Piercer. Die Heilzeit dieses Piercings kann durchaus 6 Monate und mehr dauern, die Wundheilzeit verringert sich jedoch, wenn man das Schmuckstück durch die Harnröhre stößt. Eine gute Pflege wird in jedem Fall empfohlen, um schmerzhafte Entzündungen in diesem Bereich zu vermeiden, die durch Ablagerungen unter der Vorhaut entstehen können. Der Piercer hat natürlich die Formveränderung des Penis während der Erektion zu berücksichtigen bei der Größenwahl des Schmucks.
Bei den ostasiatischen Inselvölkern war dieses Piercing wohl dermaßen beliebt, weil es in seiner Erscheinung dem Geschlechtsteil des Nashorns ähnelt und dies mit hoher Potenz gleichzusetzen ist.
Das Prince Albert Intim Piercing
Der Prince Albert, benannt nach einer Legende, die sich um den Mann der Königin Victoiria von England rankt, ist ein Piercing, das ausgeführt als Ringschmuck durch den Eingang der Harnröhre verläuft , um an dem Häutchen, das Vorhaut mit Eichel verbindet, wieder auszutreten. Es wird als äußerst Lust bringend beschrieben und wird sehr stark nachgefragt. Die Wundheilzeit liegt bei maximal 4 Monaten, kann jedoch auch schon nach einem Monat verheilt sein, da der Urin die Heilung begünstigt. Problem des Piercings kann das zielgerichtete Wasserlassen sein, des Weiteren können etwaige Pessare der Frau beim Verkehr verschoben werden.
Das Dydoe Intim Piercing
Der Dydoe wird in Schaftrichtung am Rand der Eichel platziert, hierzu ist es notwendig, dass genug Rand vorhanden ist. Als Schmuck wird zumeist der geschwungene Barbell benutzt, auf Grund der großen Wahrscheinlichkeit des Herauswachsens dieses Schmucks wird dieses Piercing nicht so häufig nachgefragt, zudem ist ein anderes Hindernis ein vorhandene Vorhaut, welche das Herauswachsen noch begünstigt, der genigte Träger sollte also besser Beschnitten sein.
Das Hafada Intim Piercing
Das Hafada oder auch die Hafadas werden mit Ringschmuck ausgeführt, hierzu wird eine oder mehrere frei wählbare Stellen des Hodensacks in geringer Tiefe durch eine Hautfalte durchstochen. Sie haben weniger den Lustgewinn als vielmehr den optischen Reiz zum Zweck.
Das Guiche Intim Piercing
Zu guter Letzt ist noch das so genannte Guiche zu nennen, welches bevorzugt von homosexuellen Männern gewünscht wird. Hierbei handelt es sich um ein Piercing, das durch das Hautfältchen zwischen Rektum und Hodensack verläuft. Träger bezeichnen es als äußerst stimulierend und versuchen durch das Dehnen der Haut in diesem Bereich, mit Hilfe von Gewichten den Reiz noch zu erhöhen. Wegen seiner Lage ist dieses Piercing vor seiner Anschaffung gut zu überdenken, könnte es doch bei überwiegender Arbeit im Sitzen zu Entzündungen kommen. Die Wundheilzeit dieses Piercings kann durchaus 9 Monate und mehr betragen.
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