|
Einen vietnamesischen Drachen hat sie schon. Und die Geburtskoordinaten ihrer Kinder trägt Angelina Jolie für jedermann sichtbar auf dem Oberarm. Doch ein Tattoo für ihren Herzallerliebsten Brad Pitt fehlt noch.
Vor einigen Wochen ging die Meldung durch die Welt, Jolie hätte sich ein Brad Pitt gewidmetes Tattoo stechen lassen - an «intimer Stelle». Leider nein: Sie habe nicht vor, sich den Namen ihres Liebsten auf ihren Körper tätowieren zu lassen, sagte die Schauspielerin jüngst. Die Tätowierung ihres Ex-Mannes Billy Bob Thornton musste sie nämlich wieder entfernen lassen. Jolie: «Die Lektion habe ich gelernt.»
|
|
Was fühlt ein Asexueller auf der Erotik-Messe? Alarmstufe Rotlicht: Auf den Erotik-Fachmessen in ganz Deutschland treffen regelmäßig Blümchensex-Freunde auf Porno-Fans. Unter die Menge hat sich einer gemischt, der mit keinem von beidem etwas anfangen kann – ein Asexueller. Foto: Isabelle Ewald Ein riesiges Werbeplakat auf dem Berliner Messegelände für die "Venus" Ich bin mit Chris* auf der "Venus". Um uns herum Frauen und noch viel mehr Männer, die nur eines wollen: Lust und Sex. Vor uns auf einer kleinen Bühne räkelt sich eine blonde Schönheit an einer polierten Metallstange im Rhythmus banaler Techno-Musik. Das Kleid, das sie trägt, ist oben zu eng und unten zu kurz. Alle paar Sekunden lässt sie es etwas weiter runterrutschen, bis sie nur noch im schwarzen Tanga da steht. An ihrer linken Brust funkelt ein silberfarbenes Piercing. Es reflektiert im Blitzlichtgewitter, das von einer Armee an Digitalkameras produziert wird. Die Männer johlen und pfeifen, fordern das Model auf, sich auch noch des letzten Stück Stoffs zu entledigen. Weiterführende links Chris, der neben mir steht, ist unbeeindruckt. „Ich habe nie verstanden, was Männer an Stripperinnen finden“, sagt der 35-Jährige. Was andere heiß macht, lässt ihn völlig kalt. Chris ist asexuell. Er hat keinerlei Interesse an Sex und allem, was dazu gehört. Nackte Frauenkörper findet er zwar ästhetisch, aber sexuelle Gedanken bekommt er bei ihrem Anblick nicht. Das war schon zu Teenagerzeiten so. Freunde und Verwandte dachten, er sei schwul. Ist er aber nicht. Chris will bloß keinen Sex. Partnerinnen wenden sich ab Wir ziehen weiter und treffen auf den Künstler René von Boch, der eigenwillige Aktzeichnungen malt: Üppige Frauen mit kleinen Köpfen treffen auf dünne Männer mit überdimensionalen Geschlechtsteilen. Eine Weile diskutieren wir über Schönheitsideale, landen dann beim Thema Liebe und Beziehungen. Natürlich weiß Chris, wie es sich anfühlt, verliebt zu sein. Dieses Kribbeln im Bauch zu haben, die Welt durch eine rosarote Brille zu sehen. Dreimal hatte er das Gefühl schon. Doch nie gingen die Emotionen bei ihm so weit, dass er mit seiner Partnerin hätte schlafen wollen. Nicht aus Ekel, nicht aus Angst. Chris kann Sex einfach nichts abgewinnen. Dem hält eine Beziehung mit sexuellen Partnerinnen auf Dauer nicht stand. Sein Liebesleben fasst Chris so zusammen: „Ich verliebe mich grundsätzlich in Frauen, an die ich nicht rankomme. Bevor Sex überhaupt zum Thema wird, ist die Beziehung schon wieder vorbei.“ Das ist schade. Chris ist ein angenehmer Zeitgenosse, zuvorkommend und sportlich, Typ Schwiegermutters Darling. Irgendwann mal Kinder zu haben, kann er sich auch gut vorstellen. Andererseits ist der Fußballfan gerne unabhängig. Seine sexuelle Orientierung kommt ihm hierbei sehr gelegen. Schätzungen zufolge ist ein Prozent der deutschen Bevölkerung asexuell – also frei von jeglichen sexuellen Gedanken. Ebenso viele Sexsüchtige gibt es. An jeder Ecke gibt es auf der "Venus" Liebesspielzeuge und Pornofilme. Wie auf einem Basar liegen sie stapelweise an den Ständen aus. Von harmlos bis extrem. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Fast jeden. Mechanisch streift Chris durch die Gänge, an einer Art Grabbeltisch bleibt er kurz stehen. Er schaut auf die Handschellen und Fußfesseln. Konsterniert sagt er: „Manche Sachen erinnern mich stark an Folterinstrumente. Das ist echt krass.“ Venus ist überall Sex als Folter? Für Asexuelle wie Chris scheint es so. Es vergeht kaum ein Tag, an dem er nicht, wie wir alle, mit Sex konfrontiert wird. Im Fernsehen, in Magazinen, auf Werbeplakaten: Sex sells – ohne Rücksicht auf diejenigen, die keine Lust auf Fleischbeschau und eindeutige Zweideutigkeiten haben. Asexuelle sind nicht auf der Suche nach Sex, aber der Sex sucht sie. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute. Sex ist in unserer Gesellschaft omnipräsent. Venus ist überall. Über die Ursachen von Asexualität kann bislang nur spekuliert werden. Anthony F. Bogaert, Psychologe von der Brock University im kanadischen St. Catharines und Urheber der einzigen repräsentativen Studie zu diesem Thema, stellte fest, dass es vielseitige Gründe gibt, weshalb Sex bei einigen keinen Stellenwert hat. Sie können psychischer, soziologischer, aber auch physischer Natur sein. Viel wichtiger aber: Asexualität ist keine Krankheit – ebenso wenig wie Homo- oder Bisexualität. Nach zwei Stunden mit viel nackter Haut, Pornos in Endlosschleife und jegliche Formen von Sexspielzeug verlassen Chris und ich die temporäre Hochburg der Lust. Der frische Wind kühlt unsere erröteten Gesichter. Gemeinsam gehen wir in Richtung S-Bahn, reden über das Gesehene und stellen fest, dass wir so etwas so schnell nicht wieder erleben wollen. Und während wir uns unterhalten, hören wir aus der Halle dumpfe Techno-Musik schallen. Das nächste Model lässt die Hüllen fallen. Und Chris entfernt sich immer mehr vom Sex.
(Quelle:www.welt.de)
|
|
Mit mehr als 400 Ausstellern verzeichnet die 11. Venus in Berlin einen Rekord. Auf der Erotikmessen werden erotische Filme, Sex-Spielzeuge und Internetangebote präsentiert. An den Publikumstagen erwarten die Veranstalter mindestens 25.000 Besucher. Objekt der Begierde: Eine Striptease-Tänzerin auf der Venus. Kuschelnde Liebespaare sind auf der Erotik-Messe Venus falsch. Hier geht es nicht um Romantik, sondern um Sex - möglichst effektiv, ausgefallen und dank Internet überall verfügbar. Bis Sonntag zeigen mehr als 400 Aussteller aus 35 Ländern in den Berliner Messehallen am Funkturm, wie die Branche für mehr Lust in den Schlafzimmern sorgen will – und natürlich für volle Kassen in Erotik-Geschäften und einschlägigen Videotheken. „Normaler Sex wird halt irgendwann langweilig“ Mindestens 25.000 Besucher erwarten die Veranstalter zur 11. Venus, das wäre wie schon in fast allen Vorjahren ein Besucherrekord. Es ist die Lust auf Exotisches, die viele Menschen anlockt, glauben die meisten Aussteller. Denn die traditionelle Erotik zwischen Mann und Frau spielt auf der Venus nur eine untergeordnete Rolle. Stattdessen gibt es Handschellen, Augenmasken und Peitschen. „Normaler Sex wird halt irgendwann langweilig“, betont ein Aussteller in Ledermontur. Anscheinend treffen die Anbieter den Nerv der Kunden: Eine Milliarde Euro Jahresumsatz macht die Branche nach eigenen Angaben in Deutschland, Tendenz steigend. Ferngesteuerter Dildo der Frau via Internet Der persönliche Kontakt zum Sexualpartner verliert vielen Ausstellern zufolge hingegen an Bedeutung. Geld lasse sich mit Angeboten verdienen, die den Partner ersetzen oder zumindest ergänzen können. „Viele haben eine Fernbeziehung oder ganz andere Arbeitszeiten als der Partner, die suchen nach Alternativen“, sagt Aussteller Andreas Speier von HS Systeme. Seine Lösung: Die „Sexmaschine“ mit Internetanschluss. Haben beide Partner das Gerät zu Hause, könne der Mann in Hamburg via Internet den Dildo seiner Frau in München steuern. Authentischer als ein gekaufter Porno aus Osteuropa Auch der Porno-Markt wird durch das Internet immer vielfältiger, erklärt Fun-Dorado-Geschäftsführer Mirko Drenger, der im Netz eine kostenpflichtige Tauschbörse für erotische Filme betreibt. Schon wenige Wochen nach dem Start stellen inzwischen tausende Nutzer erotische Filme von sich ins Internet. „Das ist viel authentischer als ein Porno mit bezahlten Darstellern aus Osteuropa“, findet Drenger. Viele hätten keine Hemmungen, ein Sex-Video von sich ins Internet zu stellen. „Diese Freizügigkeit hat sogar uns überrascht“, gibt er zu. Trotzdem ist gerade die Anonymität für viele Erotik-Konsumenten im Internet ein wichtiges Argument. Beim Bordellbesuch hätten viele Kunden immer Angst, entdeckt zu werden, sagt ein Cyber-Erotik- Anbieter. Auch vielen Menschen außerhalb der Szene dürfte es recht sein, wenn sich der Sex-Markt von der Straße ins Internet verlagert. Zuletzt sorgten in Berlin-Schöneberg Pläne für ein Großbordell mit 40 Zimmern für Proteste bei Anwohnern und Geschäftsleuten rund um die Potsdamer Straße. Sie beklagen ein zunehmend aggressives Anwerbeverhalten der Prostituierten. Auf der Venus zeigt sich die Erotik-Branche noch bis Sonntag. 25 Euro kostet der Eintritt an den Publikumstagen von diesem Freitag an, dafür ist Fotografieren und Filmen ausdrücklich erlaubt. Marc Herwig (dpa)
|
|
"War ich gut?" Wenn ein Partner seine Wünsche im Liebesleben unterdrückt, ist das Gift für die Beziehung – und doch schämen sich viele, mit dem anderen über ihre sexuellen Wünsche zu sprechen. Dabei geht es nur unter anderem um die Häufigkeit. Was fehlt noch? Lob! Viele Bundesbürger sind unzufrieden mit ihrem Sexleben. Experten zufolge sind sie daran aber oft selbst schuld, weil sie zu wenig über das Thema reden. „Viele schämen sich immer noch, mit dem anderen über ihre sexuellen Wünsche zu sprechen“, sagt der Psychologe Ragnar Beer von der Universität Göttingen. Oft stecke hier die Angst dahinter, den Partner zu verletzen, so der Leiter der Online-Paartherapieplattform „Theratalk.de “. Laut einer Untersuchung des Kondomherstellers Durex sind die Deutschen oft zu schüchtern, wenn es um ihre sexuellen Wünsche geht. Nur etwas mehr als die Hälfte (56 Prozent) sprechen mit ihren Partner offen über Sex. Dabei sind Frauen zurückhaltender (53 Prozent) als die Männer (62 Prozent). Gleichzeitig wünschen sich viele, dass sich etwas in ihrem Liebesleben ändert: Knapp zwei Drittel der Befragten hätten gerne mehr Sex, und nur jeder Zweite findet, dass es in seinem Schlafzimmer abwechslungsreich genug zugeht. Wenn ein Partner seine Wünsche im Liebesleben unterdrückt, sei das Gift für die Beziehung, sagt der Sexualforscher Ulrich Clement in Heidelberg. Oftmals werde das Thema dabei aber falsch angegangen. So gehöre zum Reden über Sex auch das Zuhören. Der Klassiker „War ich gut?“ etwa gehe Frauen verständlicherweise schnell auf die Nerven, weil er viel zu einseitig formuliert sei. Nach dem Sex darüber zu reden könne aber helfen, meint Psychologe Beer. Das Schwierigste sei es schließlich, die erste Hemmschwelle zu überwinden – wenn die Partner dann nackt im Bett liegen, könne das eine gute Gelegenheit sein. Dabei komme es aber darauf an, den richtigen Ton zu treffen: „Wenn man sich nur beklagt, kann man den anderen leicht vor den Kopf stoßen“, sagt Sexualforscher Clement. Wichtig sei daher, neue Dinge im Liebesleben nicht nur einzufordern, sondern den anderen dazu zu verführen. „Man sollte den Partner daher auch mal loben“, ergänzt Beer. Positive Rückmeldungen wie „Ich fand das eben toll, als du mich so gehalten hast“ prägten sich viel mehr ein als negative. Dabei sei es teilweise auch sinnvoll, die „Blümchensprache“ einmal beiseite zu lassen und das Thema ganz offen und nüchtern zu besprechen, wenn die sexuelle Stimulation fehlt. „Da muss man auch mal ganz konkret werden – nach dem Motto „Du Schatz, wenn du mich so anfasst, fühlt sich das nicht so gut an – versuch's doch mal so„“, erklärt Clement. Seiteneinstiege in das Thema gingen oft daneben, meint Beer. So funktioniere es meist nicht, wenn ein Partner etwa eine erotische Geschichte von ihrer Freundin als „Testballon“ erzählt, um so auf das eigene Liebesleben zu sprechen zu kommen. „Sowas durchschaut der andere meist schnell – dann ist es besser, nicht lange um den heißen Brei herumzureden.“
|
|
Paare sprechen zu wenig über ihren Sex Mehr Erfahrung und realistischere Erwartungen verbessern das Liebesleben bei Älteren. Dazu kommt, dass keine Kinder mehr zu versorgen sind. Grundsätzlich geht die sexuelle Lust nicht durch das Alter verloren, sondern durch die Dauer der Partnerschaft. Ältere Liebespaare haben nach einer Untersuchung der Universität Göttingen beim Sex deutlich mehr Spaß als jüngere Menschen. Gründe seien die größere Erfahrung und weniger unrealistische Erwartungen, sagte der Leiter der Studie, der Psychologe Ragnar Beer, gestern. Er bestätigte einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus". Die Göttinger Forscher hatten online mehr als 60.000 Personen zwischen 20 und 59 Jahren nach ihrer sexuellen Zufriedenheit befragt. Weiterführende links "Grundsätzlich geht die sexuelle Lust nicht durch das Alter verloren, sondern durch die Partnerschaftsdauer", sagte Beer. "Unabhängig von Lebensalter lasse die Lust am Sex innerhalb der ersten zehn Jahre einer Partnerschaft nach." Bei jüngeren Paaren zwischen 20 und 29 Jahren sei dieser Lustabfall aber weitaus stärker als bei Paaren der ältesten befragten Gruppe zwischen 50 und 59 Jahren. "Bei gleich langer Dauer der Partnerschaft ist die sexuelle Zufriedenheit bei den Älteren in den ersten Jahren ständig höher als bei den Jüngeren, auch wenn sie abfällt", sagte der Psychologe. Dies könne mehrere Ursachen haben. "Der wichtigste Faktor ist die Erfahrung." Die älteren Menschen seien wegen der größeren sexuellen Erfahrung im Mittel zum Beispiel bessere Liebhaber als die 20- bis 29-Jährigen. Und die größere Lebenserfahrung führe dazu, "die völlig überzogenen Erwartungen, die man als jüngerer Mensch an sein Sexualleben hat, zu relativieren", erläutert Ragnar Beer. Ohne überhöhte Erwartungen könnten die Partner den Sex deshalb viel besser genießen. Positiv auf das Sexualleben wirke sich für ältere Menschen oftmals auch der Fakt aus, dass sie im Haushalt in aller Regel keine Kinder mehr zu versorgen hätten
(Quelle:www.welt.de)
|
|
Abspecken belohnt Frauen mit mehr Spaß im Bett. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Beckenbodenzentrums am St.-Hedwig-Krankenhaus in Berlin. Nach einem Abspeckprogramm verbesserte sich der Sex auf einer Skala von 1 bis 5 um 2,1 Punkte. Die Medizinerin Annett Gauruder-Burmester vom Berliner St-Hedwig-Krankenhaus untersuchte 125 fettsüchtige Frauen jeweils vor und zwölf Monate nach einem speziellen Abspeckprogramm. Bis zu zehn Kilogramm mussten bei ihnen runter. Während dieser Zeit bekamen die Probandinnen nur kalorienreduzierte Mahlzeiten. Außerdem wurden sie in körperlicher Bewegung geschult und machten Beckenbodentraining. Das Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité entwickelte eine Skala von eins bis fünf, wobei „eins“ bedeutete, Weiterführende links dass keine Probleme mit der Sexualität vorlagen, „fünf“, dass überhaupt kein Sex mehr stattfand. Vor Beginn der Ernährungstherapie lag der durchschnittliche Punktewert bei 3,5. Nach Abschluss der Therapie lag er nur noch bei 1,4 und hatte sich damit nach Ansicht der Ärzte deutlich verbessert. „Vor allem verheiratete Frauen gaben eine signifikant bessere Sexualität an“, betont Gauruder-Burmester. Vor allem ältere Frauen, die mehr als zwei Kinder geboren haben, leiden an Übergewicht. „Das Fett stellt einen Panzer dar und dient der Abwehr eigener Gefühle“, meint Gauruder-Burmester. Dass die sexuelle Zufriedenheit besonders bei verheirateten Frauen nach dem Gewichtsverlust steigt, führen die Ärzte auf die soziale Integration in der Partnerschaft zurück.
(Quelle:www.welt.de)
|
|
|
Die Frau monogam, der Mann promisk? Die gängigen Klischees über das sexuelle Verhalten der Geschlechter sind Unsinn. US-Forscher haben jetzt herausgefunden: Das weibliche Geschlecht zieht es stark zu wechselndem Beischlaf hin. Frauen sind bei der Wahl ihrer Partner mindestens so vielfältig, wendig, promisk und beweglich wie Männer. Eine jetzt erschienene Studie aus den USA belegt sogar das Gegenteil des allgemein gültigen Geschlechterklischees „Frauen sind treu – alle Männer Hallodris“. Die Forscher Todd Shackelford und Aaron Goetz behaupten: Frauen gelüste es häufiger als Männer, die verführerischsten Angebote auszukosten. Für diese Verkehrung in der Geschlechterwelt gibt es gute Gründe. Das Betrugsverhalten von Männern und Frauen folge „evolutionär vorgegebenen Mustern“, schreiben die US-Forscher im Fachmagazin „Current Directions in Psychological Science“. Weiterführende links Die Forscher haben 500 Paare in den USA befragt. Das Ergebnis verblüfft: „Je häufiger die Partner getrennte Wege gingen, sei es auch nur für einen Tag, desto mehr stieg das sexuelle Verlangen der Männer, desto mehr Samenzellen produzierten sie, und desto ausgeprägter war die Bereitschaft der Männer, notfalls mit Gewalt ihre vermeintlichen Rechte einzufordern“, schreibt Shackelford. Die Männer haben wohl kaum eine Wahl, schreibt Shackelford nüchtern. „Als allgemeingültig akzeptiert gilt für den Menschen die klassische Darwin-Situation: Eine Frau sucht sich den klügsten, schönsten, gebildetsten Mann aus und sorgt so dafür, dass dessen Gene weiterleben. Aber so einfach ist die Sache nicht“, sagt Shackelford. Der Wettstreit um die Weitergabe seines Erbmaterials sei nach dem Akt „noch längst nicht beendet“, schreiben die Forscher. In der Natur gelte seit Jahrmillionen vielmehr das Gesetz, das die Wissenschaft den „Krieg der Spermien“ nennt – und dieses Verhaltensmuster finden Shackelford und Goetz nun auch durch ihre Paarstudien bei Mann und Frau bestätigt. Die Behauptung, Frauen seien promisker als Männer, ist alles andere als einfältig. Quer durchs Tierreich, vom Wurm über die Maus bis hin zu Affen und dem Menschen, hat das weibliche Geschlecht ein Problem: Wie stellt sie sicher, dass tatsächlich die gesündesten, stärksten Spermien sie befruchten? Die meisten Tierarten lösen das seit je auf ihre Weise. Von Vögeln ist bekannt, dass sich die Weibchen täglich mit bis zu 20Männchen paaren – um anschließend mit einem ihrer Geschlechtspartner in inniger, monogamer Zweisamkeit ihre Jungen aufzuziehen. Während der Paarungszeit sammeln die Vogelweibchen im Laufe mehrerer Tage den Samen ihrer Eroberungen. Welches der Männchen schließlich Vater der Brut werden darf – darüber entscheidet, möglicherweise erst Tage nach dem Akt, die Widerstandsfähigkeit und Robustheit der Spermien. Ähnliches beobachteten Verhaltensforscher auch bei unseren nächsten zoologischen Verwandten, den Affen. In seinem Buch „Der Gesang des Dodo“ beschreibt der Evolutionsexperte David Quammen das Paarungsverhalten der Murikis, eine südamerikanische Halbaffenart. Quammen schreibt: „Eine Handvoll Männer warten darauf, dass sie an der Reihe sind, es mit der Affendame Cher zu treiben. Sie tauschen sanfte Glucks- und Grunzlaute aus. Ab und an legt einer den Arm um die Schulter des anderen, oder sie schenken sich eine brüderliche Umarmung. Es gibt keinen Kampf zwischen den Freiern.“ „Dieser uralte Verhaltenstrieb steckt auch immer noch in uns“, behauptet Shackelford. Ob Frauen deshalb tatsächlich promisker seien und ihrer Natur nachgäben – das sieht Shackelford eher als soziale und gesellschaftliche Frage. Aus diesem Verständnis heraus sei der Gedanke entstanden, der Frau gehe es vor allem um Gefühlsbindung und Zuwendung von Ressourcen, dem Mann hingegen um leicht verfügbaren Sex.
(Quelle:www.welt.de)
|
|
|
Weshalb liebt eine blutjunge, schöne Frau einen Mann, der die besten Jahre seines Lebens bereits lange hinter sich hat? Psychologen vermuten einen Vaterkomplex. Rein biologisch ist diese Paarung aber durchaus sinnvoll, denn der etwaige Nachwuchs hat optimale Entwicklungschancen. Den holländischen Schauspieler Johannes Heesters (geboren 1903) und dessen Frau Simone Rethel trennen sagenhafte 46 Jahre. Seit 1992 führen beide eine offensichtlich harmonische Ehe. Heiner Lauterbach, Joschka Fischer und Sky du Mont trennen weit über 20 Jahre von ihren jungen Frauen. Bestsellerautor Konsalik umgab sich mit einer jungen Geliebten, bis sie ihn als greisen, alten Mann verließ – wegen eines jüngeren, attraktiveren Mannes. Konsalik starb einsam, trotz seiner Millionen. Er fürchtet das Alter Viele Komplexe und wenig echte Liebe führen solche Paare zusammen, glauben die Psychologen. Was auch fehlt, ist eine gemeinsame Vergangenheit. Es ist nicht in erster Linie das junge Fleisch, das den älteren Herrn so anzieht. Er will nicht länger mit einer auf gleicher Ebene stehenden Frau zusammen sein, die ständig fragt: „Warum?“ Ihm gefällt natürlich auch die Rolle des Beschützers, und er selbst sucht nach seiner verlorenen Jugend. Weiterführende links Er hat Angst vor starken Frauen, und die umgeht er mit einer nicht ebenbürtigen Partnerin – sehr viel jünger und meist sozial wesentlich schlechter gestellt. Er glaubt, mit einer Jungen den Verfall, vor dem er sich fürchtet, weit nach hinten schieben zu können. So paradox es klingt, hat der ältere Mann, der sich eine wesentlich jüngere Frau nimmt, einen ausgeprägten Mutterkomplex. Er sucht in der jungen Frau seine Mutter, die ausschließlich für ihn da ist, lautet die Deutung der Psychologen. Eine, die ihm die Hemden bügelt, Pfefferminztee kocht, wenn er Bauchschmerzen hat, ihm die Koffer packt, bevor er auf Geschäftsreise geht. Er kompensiert seinen zurückgehenden Testosteronspiegel, indem er ihr weltliche Annehmlichkeiten bietet, wofür sie ihm im Gegenzug ihre Jugend offeriert. So denkt sich die junge Frau die schwindende Potenz ihres älteren Gefährten schön, als besonders zärtliche, beschützende Liebe. Sie sehnt sich nach Erfahrung „Für die jungen Frauen ist es ja auch ein narzisstischer Gewinn, den kapitalen, was mit Kapital übersetzt wird, Zwölfender nicht nur zur Strecke gebracht, also erobert zu haben, sondern nun auch gesellschaftliche Achtung und Macht über Geld und Dienstleistungen zu haben“, sagt der Paartherapeut Oskar Holzberg aus Hamburg. „Und überdies hat sie allein durch ihre Jugend und Vitalität auch Macht über ihn, denn seine Angst, sie zu verlieren, steigt von Jahr zu Jahr an.“ Und sie? Was will sie? Die meisten jungen Frauen beteuern, dass es nicht das schöne eigene Cabriolet ist, was lockt, das Geld und der Schmuck. Aber warum gehen die reiferen Singles aus den Reihen der Fließbandarbeiter meist leer aus und müssen sich mit dem „günstigeren“ Asien-Import begnügen? Gesichert ist, dass eine Frau, die sich nach einer gefestigten Persönlichkeit sehnt, bei einem älteren Mann gut aufgehoben ist. Zudem ist ein Älterer nicht nur sexuell erfahrener und weltgewandter, er hat auch häufig geistig mehr zu bieten. Seine meist minimierte Triebhaftigkeit gibt ihr auch ein sicheres Gefühl hinsichtlich der Treue. Und ihm tut gut, dass er, vor allem im männlichen Umfeld, ob seiner Männlichkeit und Agilität bewundert wird, wenn er mit einer jüngeren Frau auftritt. Schafft er es trotz vorgerückten Alters zudem, Nachwuchs zu zeugen, dann hat er bewiesen, dass er „noch kann“. Damit wird das Zusammengehen von Jugend und Reife für beide zu einem Gewinn. Sie ist das liebe Schatzerl und er der strahlende Tycoon. Bei den jungen Frauen wiederum steht die Diagnose „Vaterkomplex“ im Raum. Statistiken besagen, dass Töchter alleinerziehender Mütter häufig nach Papaersatz suchen. Mit einem neuen „Daddy“ will das „Sugarbaby“ dann alles nachholen, was es als Kind vermisst hat. Sie richtet ihr Leben auf ihn aus, schläft mit ihm, wann er will, und verzichtet für ihn häufig auf Kinder, weil er schon welche hat oder weil ihm nicht mehr so viel Zeit bleibt Keine schlechte Paarung Während die Oldies in diesen Verbindungen durchaus die Aufwertung ihrer Männlichkeit zu schätzen wissen, schlagen die Frauen eher leisere Töne an: Dass er sie und ihre Bedürfnisse wichtig nimmt und sich selber mehr im Hintergrund hält, empfinden die meisten jungen Frauen als besonders wohltuend. Die Frauen über 30, die vor der Verbindung voll im Berufsstress standen, wissen außerdem das Gefühl des „Geführtwerdens und Sichfallenlassen-Könnens“ zu schätzen. Verhaltensbiologen halten die Paarung von Alt und Jung für durchaus sinnvoll. Ihre körperliche Frische und seine Lebenserfahrung plus Erbmasse bieten etwaigem Nachwuchs optimale Entwicklungschancen. Der Psychologe David Buss von der Universität von Texas in Austin hat mehr als 10.000 Männer und Frauen aus 37 verschiedenen Kulturen danach befragt, welche Eigenschaften eines Partners sie besonders schätzen. Am deutlichsten zeigte sich der Unterschied zwischen den Geschlechtern in der Frage nach dem Alter. Quer durch alle beobachteten Länder und Kulturen hinweg bevorzugten Männer eine Partnerin, die jünger ist als sie selbst. Umgekehrt schätzen Frauen einen Partner, der etwas älter ist als sie selbst. Heiraten wollten die Männer am liebsten eine Frau im Alter von durchschnittlich 24,8 Jahren, das heißt: genau auf dem Höhepunkt ihrer Gebärfähigkeit. Danach nimmt diese langsam wieder ab. Von der Entwicklungsgeschichte her ist der Mann liebesbiologisch im Unterbewusstsein auf der Suche nach einer Frau, die fruchtbar ist.
(Quelle:www.welt.de)
|
|
|
Kaum zu glauben, aber bestimmte Frauen fallen immer wieder auf den Falschen herein. Den Grund dafür glaubt nun ein US-Psychologe zu kennen. Seine Theorie: Schurken überspielen ihre wahre Natur durch überaus geschickte Flirts. Andrew Clark von der Universität Bristol spielte seinen Testkandidatinnen Videofilme vor, wie das Fachmagazin „New Scientist“ beschreibt. Im Monitor waren 28 Männer zu sehen, die redeten. Der Ton abgeschaltet, ihre Mimik auf bewegliche Punkte und Striche reduziert anstelle von Mund, Nase, Augen, Brauen. Nicht zur Geltung kamen Attribute wie breite Schultern, volles Haar, markantes Kinn – jene Merkmale, die Frauen irritieren könnten, waren bewusst ausgeblendet. Sie durften sich nur auf das Spiel der Gesichtszüge konzentrieren. Weiterführende links Parallel zum Film versorgte Clark seine Testpersonen mit Informationen zu den sozialen Fähigkeiten der Männer. Diese hatten sich zuvor einschätzen müssen. Ihre Urteile wurden parallel eingeblendet. Beispielsweise: „Ich helfe gerne alten Leuten“, neben dem eines anderen: „Alte Leute langweilen mich.“ Prinzipiell bevorzugten die Frauen Männer, die sich als sehr sozial einschätzten. Doch es gab Ausnahmen: Frauen, die keine feste Beziehung suchten, achteten stärker auf Körpersprache. Wichtig waren Lächeln, hochgezogene Brauen, freundliches Augenzwinkern. Am attraktivsten erschienen jene Männer, die ihre Körpersprache gut beherrschten – sogar wenn sie sich zuvor als ausgesprochen unsozial disqualifiziert hatten. „Flirtende Männer strahlen Kraft und Sozialkompetenz aus“, sagte Clark dem „New Scientist“, „beides können Zeichen für gutes Erbgut sein, möglicherweise auch für guten Sex.“ Clarks Theorie: Vielen Frauen geht es nicht darum, den Richtigen zu finden. Vielmehr fliegen sie auf den, der sie am besten überzeugen kann, ein guter Liebhaber zu sein. Für den Moment. Und das ist laut Clark offenbar der, der am schönsten flirtet. Hinter dem strahlenden Lächeln verblasst der böse Bube, der sich dahinter verbirgt.
(Quelle:www.welt.de)
|
|
| << Anfang < Vorherige 61 Nächste > Ende >>
| | Ergebnisse 601 - 609 von 609 |
|