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Pariser Tattoo-Szene boomt

Paris - Der Komödiant Pascal Tourain macht Ernst: Er wirft seinen schwarzen Umhang ab und steht - nur mit einem String-Tanga bekleidet - fast nackt auf der Bühne.

Das Publikum in einer Szene-Bar im Pariser Viertel Oberkampff starrt schockiert und zugleich fasziniert auf den mächtigen, zwei Meter großen Körper. Denn der Mann vor ihnen ist fast komplett tätowiert - nur Hände, Füße und Gesicht sind frei geblieben.

Tourain ist der Star der Tattoo-Szene in der Stadt an der Seine. Seine wöchentliche Show «L'Homme Tatoué» ist ein großer Erfolg. Das ist keine Überraschung, denn das Interesse der Pariser an dem einst zwielichtigen Milieu wächst stetig. Tattoos sind «en vogue». Diplomierte Grafiker, unter ihnen immer mehr Frauen, bringen frischen Wind unter die etwa 2000 französischen Tätowierer. Mit viel Kreativität und bunten Motiven locken sie junge Menschen aus allen Gesellschaftsschichten in die 50 Pariser Tattoo-Boutiquen. Deren Zahl habe sich seit 1997 verzehnfacht, sagt Jerôme Pierrat, Chefredakteur des «Tatouage-Magazines».

Die Tattoo-Szene hat sich verändert. Schon lange vorbei sind die Zeiten tätowierter Marine-Anker, Wassernixen und Delfine auf strammen Oberarmen. Lange vorbei die Zeiten dunkler Hinterstuben, in denen mit brennender Nadel Ex-Häftlingen und Matrosen die Haut versengt wurde. Bunte, fantasievoll gestaltete Tattoos sind «en vogue». Aus martialischer Körpersymbolik der französischen Unterschicht wurde Hautschmuck für die ganze Gesellschaft.

Besonders deutsche und österreichische Maler und Bildhauer sind in der Tattoo-Szene in Mode: Komödiant Tourain hat sich die Kopie eines Kupferstichs von Martin Schongauer aus dem 15. Jahrhundert auf seinen Bauch tätowieren lassen. Und die Tätowiererin Léa Nahon, bei der diesjährigen Messe «Salon de Tatouage» als Körper-Künstlerin des Jahres ausgezeichnet, orientiert sich an Egon Schiele und Gustav Klimt.

Ganz verloren hat das einst dubiose Metier seine martialischen Wurzeln noch nicht. Im Eingangsbereich des Tattoo-Shops «Art Corpus» im Zentrum von Paris hängen an den Wänden polynesische Masken, indianischer Federschmuck und ein Poster des Action-Films «300». Doch im hell erleuchteten «Operationssaal» dahinter prangt ein Foto von Elvis Presley - und ein rosafarbenes Stofftier daneben. Kein Zweifel: Die Tattoo-Szene gibt sich vielseitig.

Das liegt auch an Tätowierern wie David Andrade. Nach seinem Grafik-Studium wollte der 28-jährige Franzose eigentlich in die Werbebranche. Er fand keine Arbeit, jobbte als Kellner - und lernte im Pariser Nachtleben professionelle Tätowierer kennen. Seit zwei Jahren ist er nun bei «Art Corpus» angestellt. Die Mehrzahl der etwa 2000 französischen Tätowier-Profis komme von der Uni, schätzt Andrade. Die diplomierten Künstler benutzen meistens den «Free Hand»-Stil: Statt vorgefertigte Schablonen zur Hilfe zu nehmen, vertrauen sie auf ihre Inspiration und die Vorstellungen der Kunden.

«Viele Kunden wollten schon lange ein Tattoo, aber in ihren Berufen fürchteten sie sich vor der Reaktion ihres Chefs», sagt Andrade. Das habe sich geändert. «Tattoos sind gesellschaftsfähig geworden», meint er. Besonders die Medien hätten seit Ende der 90er Jahre zum Imagewandel beigetragen. Fußballstars wie Nationalspieler Djibril Cissé oder Sänger wie Florent Pagny bedienen nicht mehr das Image vom dumpfen Heavy-Metal-Fan als Klientel. Sogar ein ehemaliger Premierminister soll kürzlich bei dem Pariser Tattoo-Meister Tin-Tin als Kunde gewesen sein. (dpa)

 
Lebende Kunstwerke

Ingelheim (dpa) - Sie sind lebende Kunstwerke: exotisch, extravagant, vor allem aber bunt. Die Models auf dem 4. «German Bodypainting Festival» in Ingelheim am Rhein sind bis auf ein Höschen nackt und wirken dennoch angezogen. Sie sind in Farbe gehüllt.

Bis dieses künstlerische Farbkostüm mit Schwamm und Pinsel aufgetragen ist, vergehen etwa fünf Stunden, erklärt die Künstlerin Petra Ahlheim, die ihrem Model gerade eine Teichlandschaft mit Fischen und Seerosen aufmalt. «Exotische Schönheiten» ist das Motto, und als Maltechnik sind Pinsel und Schwamm vorgegeben.

Während sie die Wade mit blauer Farbe betupft erklärt sie den Aufbau ihres Kunstwerks: «Zuerst wird eine Skizze vorgezeichnet, wie das Model fertig aussehen soll. Dann werden mit einem Pinsel die Konturen vorgezeichnet und schichtenweise die Farben aufgetragen - überall, auch über das Höschen.» Die Theaterschminke sei fett- und schweißbeständig, aber trotzdem relativ hautfreundlich und unter der Dusche leicht abzurubbeln.

Karin aus der Schweiz hält seit zwei Jahren als Bodypainting-Model still. «Mich auszuziehen, das macht mir nichts aus, denn ich arbeite in meiner Freizeit als Aktmodel», sagt die 29-Jährige, die hauptberuflich als Vermessungszeichnerin tätig ist. «Das ist ein tolles Gefühl, und es macht Spaß, sich in eine exotische Schönheit zu verwandeln.» Allerdings wärmt die Farbe auf der nackten Haut nicht, Karin hat schon Gänsehaut. Und das, obwohl in ihrem Pavillon Isomatten ausgelegt sind und eine Heizung läuft. Wer schön sein will, der muss eben manchmal leiden.

Wenn sie fertig bemalt ist, wird sie von Fotografen vor der romantischen Kulisse des Rheins fotografiert, und sie präsentiert sich als wandelndes Kunstwerk auf der Bühne des Festivals. Die schönste, ausgefallenste und kreativste Körperbemalung wird mit dem German Body Painting Award ausgezeichnet, einem Pokal, der in der Bodypainting-Szene heiß begehrt ist. Die fünfköpfige Jury setzt sich aus Künstlern, Autoren und Marketingexperten zusammen.

Die Veranstalter erwarteten an diesem Wochenende rund 3000 Besucher und 55 Body-Art-Künstler aus ganz Deutschland, aus Israel, den Niederlanden, Belgien und der Schweiz. Vor vier Jahren, als das Festival zum ersten Mal stattfand, waren gerade mal 13 Künstler zusammengekommen. «In seinen reizvoll gelegenen Rheinauen entwickelt sich Ingelheim zur deutschen Hauptstadt des Bodypaintings», so die Veranstalter Peter und Jörg Tronser.

Fotografen können in einem eigens dafür hergerichteten Foto- Bereich ihre Lieblingsmodelle ablichten. Das sind hauptsächlich Frauen, in diesem Jahr lässt sich allerdings auch ein junger Mann bemalen. «Ja, das ist eher selten», sagt er. Warum, das wisse er eigentlich auch nicht so recht. «Schließlich können ja auch Männer schöne, bemalte Körper präsentieren.»

Dicke Regenwolken sorgten am Samstag für skeptische Blicke der Künstler. Was passiert mit der Farbe, wenn es anfängt, zu regnen? «Tja, dann haben wir Pech gehabt», sagt Petra Ahlheim.

(quelle:SW-online.de)

 
Modeerscheinung Bericht Galileo

Piercings, Tätowierungen oder Haarefärben - für Millionen deutsche Frauen ganz normal. Aber jede Mode hat auch ihre Extreme: Piercing nicht nur im Bauchnabel zum Beispiel, sondern direkt in der Brustwarze, statt blond werden die Haare gleich hell-wasserstoffblond gefärbt und Strings tragen immer mehr Frauen nicht nur unter, sondern auch aus der Hose raus. Wusstest du eigentlich, woher all diese Moden kommen? Wusstest du, seit wann sich in Deutschland Frauen tätowieren lassen und an wen der erste String verkauft wurde? Und: Was hältst du eigentlich von diesen Moden? Stimme ab - und bestimme damit, was in einem Galileo-Beitrag vorkommt. Dienstag, den 27.11., um 19:05 Uhr bei "Galileo"

(Quelle:www.galileo.de)

 
Bodyartnet.com das Bodyart Portal!

Der Begriff Bodyart fasst verschiedene Maßnahmen zur bewussten Einflussnahme auf die äußere Erscheinung des Menschen zusammen.Im engeren Sinn ist das alles zur Veränderung des Körpers.Im weiter gefasst meint es die gesamte äußere Erscheinung. 

Bodyart kann - unter ganz unterschiedlichen Prämissen - einerseits die natürliche Erscheinung unterstreichen ("typgerecht") oder die Attraktivität verstärken. Andererseits will man vielleicht stilisieren ("Styling"), einen bestimmten Stil inszenieren. Der kann zum Beispiel individuell oder ein aktueller Modestil sein. Auch Jugendkulturen zelebrieren ihr Lebensgefühl häufig in ihrem Szene-Style. 

 
Austin Bar Piercing

Das Austin-Bar Piercing wurde nach dem ersten Träger benannt. Es ist ein horizontales Piercing durch die Nasenspitze. Das Austin-Bar Piercing geht nicht durch das Septum oder Innenräume der Nase.

Ausheilung: 2-3 Monate
Schmuck: meistens gerader Barbell

 
Piercing Anti Tragus

Das Anti-Tragus Piercing wird direkt gegenüber vom Tragus in die untere Knorpelfalte, die direkt über dem Ohrläppchen sitzt, gesetzt. Dieses Piercing, wird es "herkömmlich" gestochen ist wie auch ein gestochenes Rook Piercing eine eher schmerzhafte Angelegenheit! Eine Alternative bei allen Knorpel-Piercings ist das so genannte "Punchen". Hierbei wird das Knorpelgewebe entfernt und dadurch tritt kein Druckschmerz auf.

Ausheilung: 3-6 Monate (beim gestochenen)
2-4 Wochen (beim Punchen)

Schmuck: BCR, TUC oder Barbell

 
Bridge Piercing

Das Bridge Piercing (auch ERL genannt) wird am oberen Ende des Nasenrückens in die Hautfalte über dem Nasenbein zwischen den Augen angebracht. Die Plazierung dieses Piercings ist nicht immer leicht, da es sehr auf das Gesicht abgestimmt werden muss um nicht schief oder krumm zu wirken. Die zu piercende Stelle muß so gewählt sein, dass das Sichtfeld nicht eingeschränkt wird.

Ausheilung: ca. 4-6 Wochen
Schmuck: gerader Barbell oder besser Bananabell

 
Cheek Piercing

Das Cheek Piercing wird seitlich des Mundes in die Wange gestochen, oft an der Stelle wo die gepiercte Person ein Grübchen hat.

Ausheilung: ca. 4 Wochen
Schmuck: Labret Studs

 
Daith Piercing

Das Daith Piercing wird durch die Knorpelbrücke im Inneren der Ohrmuschel gestochen. Das Piercing an sich ist nicht leicht zu stechen, sollte aber für einen erfahrenen Piercer kein Problem darstellen. Wie bei allen Knorpelpiercings ist auch beim Daith die bessere Alternative das "Punchen". Hierbei wird praktisch das Knorpelgewebe das sonst durch den Stichkanal verdrängt wird "herausgestanzt".

Ausheilung: 3 Wochen bis 3 Monate
Schmuck: Micro-BCR, Micro-BBL

 
Augenbrauen Piercing

Das Augenbrauen Piercing wird meist am äusseren Ende der Braue gestochen und kann sowohl vertikal, als auch horizontal gestochen werden. Zu beachten ist bei diesem Piercing, das während der Abheilung keine Schminke, Haarspray oder Reinigungsmilch an/in das Stichkanal kommt.

Ausheilung: ca. 4 Wochen
Schmuck: Micro-Bananabell oder Micro-BCR/TUC

 

 
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